Schwanger - was nun?
Wenn du Gewissheit hast, dass du schwanger bist, ist vor allem eines wichtig: du musst die für dich richtige Entscheidung treffen. Auch wenn es dir schwer fällt oder du Angst vor den Reaktionen der anderen hast, ist es gut, wenn du dir bei dieser Entscheidung helfen lässt. Wende dich an Menschen, denen du vertraust. Das können der Vater deines Kindes sein, oder Freunde, Eltern und andere dir nahe stehende Personen. Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern nur den für dich richtigen Weg.
 
Junge Erwachsene betrachtet Schwangerschaftstest
Kann und möchte ich jetzt schon Mutter sein? Die Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft kann das ganze Leben verändern. Um für dich selbst das Richtige zu tun, ist es wichtig, dich gründlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
 
Junge Erwachsene sitzt nachdenklich alleine auf einer Parkbank
Kannst du dir auch nach gründlicher Überlegung ein Leben als Mutter einfach nicht vorstellen? Ein Schwangerschaftsabbruch ist nicht die einzige mögliche Lösung in diesem Konflikt.
 

Hier könnt ihr hören wie es anderen jungen Eltern geht und welche Erfahrungen sie als Mütter und Väter machen.
 

Für viele ist es nicht leicht, das Umfeld über die Schwangerschaft zu informieren. Manchmal ist es sinnvoll, sich dafür Unterstützung zu holen.
 

Damit ihr den Überblick behaltet, haben wir verschiedene Schwangerschafts-Planer zusammengestellt. Sie zeigen euch, worum ihr euch wann am besten kümmert, an welche Personen und Adressen ihr euch wenden könnt und wer euch bei den verschiedenen Wegen begleiten kann. mehr ...

Es gibt eine Reihe von finanziellen Hilfen und rechtlichen Regelungen für Schwangere, werdende Väter ...
 

Häufige Fragen

Wie groß ist das Risiko für eine Schwangerschaft, wenn man nicht verhütet hat?

Bei einem Geschlechtsverkehr ohne Verhütungsmittel während der fruchtbaren Tage oder kurz vorher besteht das Risiko, schwanger zu werden. Die fruchtbaren Tage sind jedoch nicht leicht zu bestimmen, vor allem wenn die Periode unregelmäßig ist. Deshalb ist es wichtig, dass du (bzw. deine Freundin) nach einem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung möglichst rasch (je nach Präparat spätestens drei bis fünf Tage danach) die „Pille danach“ einnimmst. Vor der Einnahme solltest du möglichst mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt klären, ob das Risiko einer Schwangerschaft tatsächlich besteht.

Was ist die »Pille danach«?

Die »Pille danach« ist ein Notfall-Medikament. Es hemmt oder verzögert den Eisprung, wenn der Geschlechtsverkehr vor dem Eisprung stattgefunden hat, und kann so eine Schwangerschaft verhindern.

Je nach Präparat kann die »Pille danach« bis zu drei oder fünf Tage nach einem Geschlechtsverkehr genommen werden, bei dem man nicht oder nur unsicher verhütet hat. Je früher das Mittel eingenommen wird, desto sicherer wirkt es. Am sichersten ist die Einnahme in den ersten 24 Stunden.

Ein Rezept bekommt ihr bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt, in manchen Schwangerschaftsberatungsstellen oder am Wochenende in den meisten Notfallpraxen und Krankenhäusern.

Woran erkennt man, dass eine Schwangerschaft besteht?

Das deutlichste körperliche Zeichen für eine mögliche Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Menstruation. Allerdings sind manchmal, gerade zu Beginn einer Schwangerschaft, leichte Blutungen möglich, die mit einer Menstruationsblutung verwechselt werden können.

Weitere Anzeichen für eine Schwangerschaft sind zum Beispiel Spannungsgefühle in den Brüsten, Müdigkeit, Übelkeit (besonders morgens), Ziehen im Unterleib, eine Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel oder besondere Vorlieben. Der Bauch wird in den ersten Wochen noch nicht sichtbar dicker.

Wenn deine Menstruation zum erwarteten Zeitpunkt ausbleibt oder sonstige Schwangerschaftsanzeichen feststellbar sind, kann ein Schwangerschaftstest aus der Apotheke oder Drogerie oder in einer ärztlichen Praxis dir Gewissheit verschaffen.

Was passiert, wenn man während der Schwangerschaft raucht?

Rauchen schadet dir und deinem Kind – sogar dann, wenn du dich nur in Räumen aufhältst, in denen andere rauchen. Nikotin verengt die Blutgefäße, die bei einem ungeborenen Baby noch winzig klein sind. Wenn der Körper des Babys nicht richtig durchblutet wird, bekommt er zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe.

Das Risiko einer Fehlgeburt ist bei Nichtraucherinnen nur halb so hoch wie bei Raucherinnen. Ihre Kinder haben größere Chancen, normal groß und schwer auf die Welt zu kommen, und bekommen seltener Allergien und Infektionskrankheiten. Kinder von nicht rauchenden Eltern sind auch seltener vom sogenannten plötzlichen Kindstod betroffen.

Wenn du und dein Partner eurem Baby zuliebe aufs Rauchen verzichtet, tragt ihr viel dazu bei, dass es gesund aufwachsen kann.

 
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