Beratung in Anspruch nehmen – kein Zeichen von Schwäche

Du bist schwanger − oder wirst Vater − und fühlst dich zu jung? Du weißt nicht, wie es jetzt weitergehen soll, und hast Fragen zu deiner neuen Lebenssituation? Es gibt Beraterinnen und Berater, die dir persönlich, telefonisch oder im Internet für Gespräche zur Verfügung stehen.

Beratungsstellen - überall in Deutschland

Mädchen im Beratungsgespräch
© iStock

Jede Schwangere und jeder werdende Vater hat Anspruch auf eine in der Regel kostenfreie Beratung in einer anerkannten Beratungsstelle. Hier bekommst du wichtige Informationen und praktische Hilfen. Wie umfangreich eine Beratung sein soll oder ob eine längerfristige Betreuung in Frage kommt, wird im gemeinsamen Gespräch verabredet.

Schwangerschaftsberatungsstellen werden von Gemeinden, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und so genannten freien Trägern unterhalten. Sie sind verpflichtet, speziell ausgebildetes Personal zu beschäftigen und alles, was in der Beratung besprochen wird, vertraulich zu behandeln. Das heißt, sie geben keinerlei Informationen über das Gespräch an Dritte weiter, es sei denn, du möchtest das.

Manchmal möchten sich Schwangere oder werdender Vater lieber allein beraten lassen, manchmal gemeinsam als Paar, zusammen mit den Eltern oder mit anderen Erwachsenen. Ob du allein zur Beratung gehst oder wen du gern dabei haben möchtest, ist deine Entscheidung.

Unterstützung ist garantiert

Ein Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen, ist kein Zeichen von Schwäche. Es zeigt vielmehr die Bereitschaft, eine schwierige Lebenslage gut lösen zu wollen. Auch erwachsene Frauen und Männer fragen häufig um Rat.

Du kannst alles fragen und dich zu allem beraten lassen, was dir wichtig ist - egal, ob es sich um Schwangerschaft und Geburt handelt oder beispielsweise um Fragen zu Sexualität und Partnerschaft. Auch die Aussichten für das Leben mit dem Kind oder ein Schwangerschaftsabbruch können Thema der Beratung sein. Die Beratung soll dir helfen, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.

Schnell gefunden

Über die Beratungsstellensuche der BZgA kannst du einfach und schnell die nächste Beratungsstelle in deiner Umgebung finden. Viele der Beratungsstellen werden mit ihren speziellen Beratungsangeboten dargestellt. Im Feld für die Volltextsuche kannst du auch entsprechende Stichworte eingeben, zu denen du beraten werden möchtest.

Aufgrund der Corona-Pandemie kann es sein, dass Beratungsstellen nur eingeschränkt arbeiten können. Die meisten Beratungsstellen sind aber dennoch per E-Mail, telefonisch und/oder online für dich da. In den meisten Bundesländern ist derzeit auch eine Schwangerschaftskonfliktberatung über digitale Medien oder per Telefon möglich. Der Beratungsschein wird dann ausnahmsweise per Post oder Bote zugeschickt, in manchen Bundesländern kann er auch gefaxt oder gemailt werden. Erkundige dich vorab telefonisch oder per E-Mail bei Beratungsstellen in deiner Nähe, wie die Regelungen und Schutzmaßnahmen vor Ort sind. Dies ist besonders dann wichtig, wenn du Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hast und/oder unter Quarantäne stehst.

Es ist aufgrund der Corona-Pandemie auch möglich, dass einzelne Kliniken und Arztpraxen, die Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich anbieten, diese zurzeit nicht durchführen. In dieser monatlich aktualisierten Liste kannst du nach weiteren Ärztinnen und Ärzten, Kliniken und Einrichtungen suchen, die Abbrüche durchführen.

Interviews

Häufig gestellte Fragen

An wen wende ich mich, wenn ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, mich aber niemandem anvertrauen kann?

Dürfen sich werdende Väter auch alleine beraten lassen?

Muss ich mich beraten lassen, wenn ich schwanger bin?

Wie alt muss man für eine Beratung sein? Kostet sie etwas?

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