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Geburtsvorbereitung und Geburt

Wie bereite ich mich am besten auf die Geburt vor?

Zur Geburtsvorbereitung gehören neben den medizinischen Vorsorgeuntersuchungen auch Beratungsgespräche und die Begleitung der Schwangerschaft durch Hebammen, Ärztinnen oder Ärzte. Darüber hinaus ist die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs hilfreich.

Kurse zur Vorbereitung auf die Geburt werden auch für Paare und werdende Väter angeboten. Sie helfen, die körperlichen und seelischen Veränderungen in der Schwangerschaft sowie die Vorgänge während der Geburt besser zu verstehen.

Wann kann ich nach der Geburt wieder nach Hause?

Wenn du dein Kind ohne Komplikationen geboren hast und ihr beide wohlauf seid, kannst du die Klinik schon wenige Stunden nach der Geburt wieder verlassen (sogenannte „ambulante Geburt“). Du kannst nach der Geburt aber auch noch ein paar Tage in der Klinik bleiben.

Gerade beim ersten Kind kannst du die Hilfe der Hebammen und Schwestern bei der Säuglingsbetreuung und beim Stillen vermutlich gut gebrauchen. In der Klinik kannst du dein Kind die ganze Zeit bei dir haben, es ist aber auch möglich, es zeitweise an die Kinderkrankenschwestern abzugeben, um sich ausruhen zu können.

Wenn du eine ambulante Geburt wünschst, musst du dich frühzeitig (spätestens ab der 30. Schwangerschaftswoche) um eine Hebamme für die Nachsorge zu Hause kümmern. Zu Hause brauchst du in den ersten Tagen nach der Geburt jemanden, der dich und dein Kind täglich betreut. Deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt kann dir eine Hebamme vermitteln.

Ist es besser, jemanden zur Geburt mitzunehmen?

Eine Begleitung bei der Geburt ist sehr zu empfehlen. Wenn es nicht der Vater des Kindes sein soll, kannst du auch deine Schwester, deine Mutter oder eine gute Freundin mit zur Geburt nehmen. Entscheidend ist, dass jemand an deiner Seite ist, dem du vertraust und den du in dieser besonderen Situation als echte Unterstützung empfindest.

Natürlich sollte auch die Person, die du auswählst, auf die Geburtsbegleitung vorbereitet sein. Viele Menschen haben noch keine Geburt erlebt und sind deshalb unsicher, wie sie reagieren werden. Zum Beispiel haben einige werdende Väter Angst davor, die Geburtsschmerzen ihrer Partnerin hautnah mitzuerleben. Wenn dir jemand absagt, akzeptiere das und frage jemand anderen. Es ist nicht gegen dich gerichtet, wenn jemand nicht mit in den Kreißsaal möchte.

Sinnvoll ist es, wenn deine Begleitperson vorher mit dir an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnimmt. Außerdem sollte sie ab zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ständig erreichbar sein.

Was mache ich, wenn die Geburt plötzlich unterwegs losgeht?

Wenn du merkst, dass Wehen einsetzen, ist das kein Grund zur Panik – egal, wo du dich befindest. Lehn dich an eine Wand oder setz dich auf einen Stuhl und warte, bis die Wehe wieder vorübergegangen ist. Am besten rufst du jemanden an, der dich abholt und in die Klinik bringt, wenn die Wehen anhalten. Wenn sie sehr stark und regelmäßig sind und du möglichst schnell Unterstützung brauchst, lass dir einen Krankenwagen rufen oder wähle selbst die Notrufnummer 112.

Wenn du als werdender Vater merkst, dass bei deiner Freundin plötzlich die Wehen losgehen, heißt es erstmal nur Ruhe bewahren. Frag deine Freundin, was sie möchte und wie du ihr helfen kannst. Hören die Wehen nicht wieder auf, solltet ihr euch in die Klinik (oder das Geburtshaus) fahren lassen.

Ihr braucht keine Angst zu haben, dass das Kind ganz schnell kommt. Selbst eine „schnelle“ Geburt dauert bei Erstgebärenden meist mehrere Stunden. Dass ein Kind kurz nach dem Einsetzen der Wehen geboren wird, ist sehr selten.

Woran erkenne ich, dass die Geburt beginnt?

Die meisten Kinder werden etwa zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin geboren. Das typische Zeichen für den Beginn der Geburt ist das Einsetzen regelmäßiger Wehen, die etwa alle zehn Minuten auftreten. Bei manchen Schwangeren setzen die Wehen aber auch schneller und intensiver ein. Sie fühlen sich zuerst ähnlich an wie starke Menstruationsschmerzen.

Ein weiteres Anzeichen für den Beginn der Geburt ist das Platzen der Fruchtblase. Je nachdem, wie das Kind liegt, fließt aus der Scheide mehr oder weniger Fruchtwasser. Wenn die Fruchtblase gesprungen ist, solltest du deine Hebamme sofort informieren oder in die Klinik (oder das Geburtshaus) fahren. Sind nur leichte, unregelmäßige Wehen zu spüren, kannst du – nach Rücksprache mit der Hebamme, der Ärztin oder dem Arzt – auch zu Hause bleiben und weiter abwarten.

Wenn du die Wehen nicht einschätzen kannst und dir nicht sicher bist, ob die Geburt beginnt, lass dich in die Klinik fahren. Dort wird untersucht, ob es nur ein „Fehlalarm“ war oder die Geburt tatsächlich beginnt.

Bekomme ich eine Kaiserschnittentbindung, wenn ich mir das wünsche?

Ein Kaiserschnitt darf nur vorgenommen werden, wenn es dafür einen medizinischen Grund gibt. Er ist zwar mittlerweile ein Routineeingriff, aber er bleibt trotzdem eine Bauchoperation. Wie bei jeder Operation können dabei Komplikationen auftreten.

Wenn du dir einen Kaiserschnitt wünschst, weil du zum Beispiel Angst vor den Wehenschmerzen und der Geburt hast, sprich am besten mit deiner Hebamme, deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber. Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, mit Ängsten zurechtzukommen und Geburtsschmerzen wirksam zu lindern.

Darf ich einen Freund oder eine Freundin zum Geburtsvorbereitungskurs mitnehmen?

Das ist sogar ausdrücklich erwünscht. Schön wäre es, wenn der Vater des Kindes mitkäme. Auch ihm nützt es und es macht ihn sicherer, wenn er Informationen über Schwangerschaft und Geburt bekommt. Wenn er dich nicht zum Kurs begleiten kann oder möchte oder du lieber jemand anderes dabei hättest, kann jede Person mitkommen, der du vertraust. Sinnvoll ist es, immer dieselbe Person mitzunehmen. Denn auch sie muss gut informiert sein, um dich in der Schwangerschaft und vielleicht sogar auch bei der Geburt unterstützen zu können. Deine Begleitung lernt zum Beispiel, dich bei den Wehenschmerzen zu massieren und dir Mut zu machen, wenn du erschöpft bist. Es ist auch deshalb wichtig, dass du jemanden an deiner Seite hast, weil es sein kann, dass du während der Geburt sehr aufgeregt bist und von dem im Kurs Gelernten einiges vergisst, wenn die Schmerzen stärker werden.
Aber es ist auch kein Problem, wenn du niemanden hast, der dich zum Kurs begleiten kann. Auch andere Schwangere kommen allein zum Kurs, und es ergeben sich dort meistens schnell Kontakte. Und in der Klinik sind kompetente Leute für dich da, wenn dein Kind zur Welt kommt.