Berichte und Erfahrungen

Mit der Geburt des Babys verändert sich vieles in eurem Leben. Welche Erfahrungen andere junge Mütter und Väter gemacht haben, könnt ihr hier nachlesen.

»Wir dachten, das wird anstrengend«

»Mein Freund und ich haben gedacht: Das wird bestimmt anstrengend, und unser Leben wird sich verändern. Es ist wirklich alles anders geworden. Man hat plötzlich so eine große Verantwortung. Vorher ist es einem gar nicht richtig klar, was das bedeutet. Jeder hat ja immer nur an sich selbst gedacht. Jetzt müssen wir immer auch an unser Kind denken.

Früher bin ich zum Beispiel öfter ausgegangen: shoppen, ins Kino und so. Im Moment mache ich das nicht. Ich bin viel zu müde. Meine Mutter passt zwar manchmal auf den Kleinen auf – ich wohne mit dem Baby im Moment noch bei meinen Eltern. Aber trotzdem muss ich rund um die Uhr für ihn da sein. Wenn ich müde bin und Schlaf brauche, bekomme ich den ganz oft nicht, weil er wach ist. Darüber hatte ich vorher nie nachgedacht.«

Katharina, 18

»Mein Freund meinte, es wird nicht so schwer«

»Als ich das erste Mal schwanger wurde, war ich 14 Jahre alt und mein damaliger Freund 19. Mein Vater ist ausgerastet, aber meine Mutter hat gesagt, sie unterstützt mich. Trotzdem bin ich im achten Monat in eine Einrichtung für junge Mütter gezogen. Mein Freund war der Älteste von acht Geschwistern und meinte, es sei gar nicht so schwer, ein Kind zu haben, und wir würden das schon schaffen. Ich habe mich darauf verlassen. Aber als das Baby da war, habe ich gemerkt, dass er keine wirkliche Vorstellung davon hatte, wie es ist, Mutter und Vater zu sein. Das ist nicht einfach. Vor allem die Nächte sind sehr anstrengend.«

Johanna, 19

»Für mich war klar: Ich will in eine Einrichtung!«

»Ich habe unseren Sohn mit 15 Jahren bekommen und war dann noch ziemlich lange mit meinem damaligen Freund zusammen. Er ist vier Jahre älter als ich. Als klar war, dass wir ein Kind bekommen, wollte ich von Anfang an in eine Mutter-Kind-Einrichtung. Mein Freund fand das auch gut. Dass es so etwas gibt, wusste ich aus einer Talkshow. Wir kannten uns damals ja noch nicht mal ein Jahr, und meine Eltern hätten nie zugestimmt, dass wir in eine eigene Wohnung ziehen. Ich war damals auch schwierig, habe andauernd die Schule geschwänzt und so.

Mit dem Baby war dann alles neu! Mein Freund hat mich und das Kind ganz oft besucht, um mir unter die Arme zu greifen. Ich habe gestillt, und die erste Zeit hatte ich einen echt großen Busen und deshalb oft Rückenschmerzen. Das war manchmal anstrengend. Sonst war es schön. Wann immer ich etwas nicht wusste, konnte ich in der Einrichtung einfach meine Fragen stellen. Für mich eine tolle Sicherheit! Gerade ist übrigens eine Freundin von mir mit 19 Jahren schwanger geworden, und ich wollte sie auch davon überzeugen, so wie ich in eine Mutter-Kind-Einrichtung zu ziehen. Aber sie ist lieber bei ihren Eltern wohnen geblieben. Jetzt mischen sich die Eltern andauernd in ihr Leben ein, wollen bei allem mitreden und behandeln sie selbst noch wie ein Kind.«

Lena, 21