Wenn das Kind viel schreit

Wenn ein Baby immer wieder stundenlang schreit und sich nicht beruhigen lässt, zerrt das an den Nerven. Wichtig ist, sich rechtzeitig Hilfe zu holen, bevor man die Geduld verliert.

Schreiendes Baby liegt im Bett © Mirko Iannace/Corbis Images

Alle Babys schreien – sie können ja noch nicht sprechen. Sie schreien, weil ihre Windeln voll sind, weil sie Bauchweh oder Hunger haben, weil ihnen zu heiß oder kalt ist oder etwas anderes sie stört. Das ist ganz normal. Besonders oft weinen Babys übrigens in den frühen Abendstunden.

In den ersten drei Lebensmonaten (manchmal auch länger) können die Kleinen auch unter den sogenannten Dreimonatskoliken leiden (siehe Links unten). Diese Schrei- und Unruheattacken sind in der Regel harmlos. Manche Babys schreien viel mehr als andere, ohne dass ein Grund dafür erkennbar wäre. Wenn das Baby trotz aller Beruhigungs- und Trostversuche einfach weiter schreit, fühlt man sich als Mutter oder Vater ziemlich hilflos und verunsichert.

Die Nerven bewahren

Babys, die sich über Stunden nicht beruhigen lassen, können zu einer echten Belastungsprobe werden. In einer solchen Situation denkt immer daran, dass euer Baby nicht schreit, um euch zu ärgern! Am besten ist es, möglichst ruhig zu bleiben, tief durchzuatmen und das Kind einfach im Arm zu halten. Dann fühlt sich das Baby in seinem Kummer nicht so allein.

Auf keinen Fall darf das Baby angeschrien oder gar geschüttelt werden. Wird ein Baby oder Kleinkind geschüttelt, schlägt sein im Vergleich zum Körper großer Kopf ungeschützt hin und her. Dadurch können Blutgefäße im Gehirn platzen und bleibende Behinderungen verursachen. Selbst ein kurzes Schütteln kann es lebensgefährlich verletzen oder sogar töten!

Wenn du merkst, dass dir oder deinem Freund die Nerven durchgehen, das Schreien dich oder ihn wütend und verzweifelt macht, dann holt euch unbedingt und sofort Hilfe! Deine Hebamme, eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt stehen euch mit Rat und Tat zur Seite.